Fiktionen nach dem Krieg
Bachelorarbeit, THWS, Kommunikationsdesign
Ich kenne keinen Krieg. Blut und Bomben kenne ich nur aus Filmen, Nachrichten und von Fotografien. Kriegsaufnahmen kenne ich in Farbe nur aus fernen Städten, die aus meiner Heimat sind alle Schwarz-Weiß. Meine Arbeit „Fiktionen nach dem Krieg“ beschäftigt sich mit der Zeit danach, wenn sich Rauch und Militär verzogen haben und der Alltag in die geschundene Stadt zurückkehrt.
"Bilder der Nachkriegszeit in Deutschland, von heute aus gesehen.“
Die Bachelorarbeit verknüpft bekannte Ansichten aus dem Jetzt mit dem Historischen und Zerstörten, um die Bilder aus der Vergangenheit als Fiktion wieder zu erwecken. Ein freier Umgang mit Bildinhalten macht klar, dass es sich nicht um eine dokumentarische Arbeit im Reportagestil handelt. Vielmehr fragt das Projekt: „Wie würde 1945 heutzutage aussehen?“
Unsere Geschichte erfahrbar zu machen und Historisches fotografisch mit dem Jetzt zu verbinden sind zentrale Aspekte der Bachelorarbeit. Nach dem zweiten Weltkrieg lagen große Teile der deutschen Städte in Schutt und Asche. Eine entbehrungsreiche Zeit hieß für viele Menschen kein Dach über dem Kopf und Brot auf dem Teller. Von Straßen, Wohnhäusern und Arbeitsstätten blieb nur ein einziger Trümmerhaufen. Gerade in, von Bombardements besonders stark betroffenen Städten wie Dresden und Würzburg, glich das prachtvolle Stadtbild einem eingefallenem Skelett. Meine Generation kennt diese Bilder nur von historischen Berichten und körnigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Der einzige persönliche Zugang zu diesem dunklem Kapitel unserer Geschichte sind für mich die persönlichen Erzählungen meiner Großeltern. Sie gehören zu den letzten Zeitzeugen jener Epoche und vermitteln ihre eigenen Erfahrungen, gespickt mit Anekdoten anstelle von Zahlen und Statistiken.
Der Dialog über diese so unwirkliche Zeit voller Rückschlägen, Entbehrungen und existentieller Angst macht mir umso stärker klar, was wir doch für ein einfaches und luxuriöses Leben heute führen. Unsere Sorgen und Probleme erscheinen so klein im Vergleich zu denen der Kriegsgeneration. Jedoch werden die Berichte keinesfalls nur von Elend und Not beherrscht, sondern erzählen Geschichten voller Mut und Hoffnung auf die Zukunft. So wurde aus den Trümmern wieder eine Stadt, in der wir uns heute wie selbstverständlich bewegen.
Das meiste Bildmaterial, das aus dieser Zeit berichtet findet man in Schwarz-Weiß vor. Das Fehlen der Farbe, diese fremd erscheinenden, zerstörten Straßenzüge schaffen eine große Distanz zu dem gezeigten Bildinhalt, obwohl es sich doch um Motive handelt, die uns täglich direkt vor der Haustüre begegnen. Die persönlichen Erfahrungsberichte der Alten können den Bilder jedoch allenfalls einen kleinen Funken Leben einhauchen. Die Distanz zum Gezeigten bleibt groß und lässt die schauerlichen Szenerien ihren Platz irgendwo in der Vergangenheit finden.
Wie kann ein direkter und erlebbarer Zusammenhang geschaffen werden, um diese Thematik wieder in unser Bewusstsein zu zurückzurufen? Sicher, wir haben das Alles schon einmal irgendwann gesehen, doch verknüpfen die Wenigsten solche Bilder direkt mit unserer Zeit und unserer Heimat. Irgendwo auf dem Globus ist immer Krieg, gibt es immer Leid und werden immer Häuser zerbombt. Dort sieht es dann genauso aus wie bei uns 1945.
Die Bachelorarbeit soll die Thematik der Nachkriegszeit fotografisch umkreisen und in verschiedenen Motiven eine emotionale Sichtweise der Situation nach 1945 dem Betrachter vermitteln. Sie ist keine Rekonstruktion der Zerstörung, auch keine reine Dekonstruktion unserer heutigen Stadt, sondern vielmehr ein Gedanke, der die Thematik erfahrbar machen soll.
Viele der historischen Aufnahmen über die ich während meiner Recherche stieß, wirken wie spontan aufgenommene Bilder. Sie zeigen neben der meist zerstörten Architektur auch Menschen, die sich in der unwirklichen Szenerie bewegen. Die Fotos wirken nicht wie reine Architekturaufnahmen, sondern werden durch die Bewohner der Stadt belebt. Man fragt sich:„Woher kommen diese Menschen? Wohin gehen sie? Was haben sie erlebt?“ Dieser erzählerische Aspekt des historischen Fotomaterials soll in der Arbeit herausgearbeitet werden. Es geht um den Menschen in seiner urbanen Umgebung, seinem Zuhause.
Zu Beginn des Projekts dachte ich, ich müsse inszenieren, um Bildinhalte zu generieren und den Fotos eine eindeutige Aussage zu geben. Schnell wurde aber klar, dass romantisierende Elemente, wie z.B. ein spielendes Kind vor einem zerstörten Haus, zu banal und bekannt wirken. Beim Fotografieren der Motive merkte ich, dass die ganz normalen Passanten und Touristen die Stadt ja schon von sich aus beleben, den Ort charakterisieren und so ganz ungezwungen Bildinhalte schaffen. Die Protagonisten sind zwar selektiert und aus mehreren Aufnahmen in die Blder eingefügt, jedoch waren sie alle innerhalb eines gewissen Zeitraums an diesem Ort. Dieser kleine Zeitraum beschreibt jedoch sehr treffend die Stadt und ihre Bewohner und gibt einen fast zufälligen Querschnitt durch unsere Gesellschaft.
Man sieht keine inhaltlich aufgeladen Inszenierung, sondern entdeckt Bekanntes, vielleicht sogar seinen eigenen Alltag wieder. Es hetzten Passanten mit dem Handy am Ohr durchs Bild, Paare schlendern mit einem Kaffee in der Hand durch die Innenstadt oder Touristen knipsen Erinnerungsfotos von den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ich denke, das erleichtert den Einstieg in die Bilder und damit auch in die ernste Thematik. Der Betrachter wird in seiner unmittelbaren Umgebung abgeholt. Er wird in seinem Alltag angesprochen und ohne Dramatik und Sensationalismus für das ernste Thema „Krieg und Zerstörung“ in der Geschichte und Gegenwart sensibilisiert. Er kann so vielleicht etwas besser nachempfinden, wie es damals in seiner Heimat/seinem liebsten Reiseziel zuging oder wie es momentan in einer der vielen Kriegsregionen zugehen könnte.
Unsere Geschichte erfahrbar zu machen und Historisches fotografisch mit dem Jetzt zu verbinden sind zentrale Aspekte der Bachelorarbeit. Nach dem zweiten Weltkrieg lagen große Teile der deutschen Städte in Schutt und Asche. Eine entbehrungsreiche Zeit hieß für viele Menschen kein Dach über dem Kopf und Brot auf dem Teller. Von Straßen, Wohnhäusern und Arbeitsstätten blieb nur ein einziger Trümmerhaufen. Gerade in, von Bombardements besonders stark betroffenen Städten wie Dresden und Würzburg, glich das prachtvolle Stadtbild einem eingefallenem Skelett. Meine Generation kennt diese Bilder nur von historischen Berichten und körnigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Der einzige persönliche Zugang zu diesem dunklem Kapitel unserer Geschichte sind für mich die persönlichen Erzählungen meiner Großeltern. Sie gehören zu den letzten Zeitzeugen jener Epoche und vermitteln ihre eigenen Erfahrungen, gespickt mit Anekdoten anstelle von Zahlen und Statistiken.
Der Dialog über diese so unwirkliche Zeit voller Rückschlägen, Entbehrungen und existentieller Angst macht mir umso stärker klar, was wir doch für ein einfaches und luxuriöses Leben heute führen. Unsere Sorgen und Probleme erscheinen so klein im Vergleich zu denen der Kriegsgeneration. Jedoch werden die Berichte keinesfalls nur von Elend und Not beherrscht, sondern erzählen Geschichten voller Mut und Hoffnung auf die Zukunft. So wurde aus den Trümmern wieder eine Stadt, in der wir uns heute wie selbstverständlich bewegen.
Das meiste Bildmaterial, das aus dieser Zeit berichtet findet man in Schwarz-Weiß vor. Das Fehlen der Farbe, diese fremd erscheinenden, zerstörten Straßenzüge schaffen eine große Distanz zu dem gezeigten Bildinhalt, obwohl es sich doch um Motive handelt, die uns täglich direkt vor der Haustüre begegnen. Die persönlichen Erfahrungsberichte der Alten können den Bilder jedoch allenfalls einen kleinen Funken Leben einhauchen. Die Distanz zum Gezeigten bleibt groß und lässt die schauerlichen Szenerien ihren Platz irgendwo in der Vergangenheit finden.
Wie kann ein direkter und erlebbarer Zusammenhang geschaffen werden, um diese Thematik wieder in unser Bewusstsein zu zurückzurufen? Sicher, wir haben das Alles schon einmal irgendwann gesehen, doch verknüpfen die Wenigsten solche Bilder direkt mit unserer Zeit und unserer Heimat. Irgendwo auf dem Globus ist immer Krieg, gibt es immer Leid und werden immer Häuser zerbombt. Dort sieht es dann genauso aus wie bei uns 1945.
Unsere Geschichte erfahrbar zu machen und Historisches fotografisch mit dem Jetzt zu verbinden sind zentrale Aspekte der Bachelorarbeit. Nach dem zweiten Weltkrieg lagen große Teile der deutschen Städte in Schutt und Asche. Eine entbehrungsreiche Zeit hieß für viele Menschen kein Dach über dem Kopf und Brot auf dem Teller. Von Straßen, Wohnhäusern und Arbeitsstätten blieb nur ein einziger Trümmerhaufen. Gerade in, von Bombardements besonders stark betroffenen Städten wie Dresden und Würzburg, glich das prachtvolle Stadtbild einem eingefallenem Skelett. Meine Generation kennt diese Bilder nur von historischen Berichten und körnigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Der einzige persönliche Zugang zu diesem dunklem Kapitel unserer Geschichte sind für mich die persönlichen Erzählungen meiner Großeltern. Sie gehören zu den letzten Zeitzeugen jener Epoche und vermitteln ihre eigenen Erfahrungen, gespickt mit Anekdoten anstelle von Zahlen und Statistiken.
Der Dialog über diese so unwirkliche Zeit voller Rückschlägen, Entbehrungen und existentieller Angst macht mir umso stärker klar, was wir doch für ein einfaches und luxuriöses Leben heute führen. Unsere Sorgen und Probleme erscheinen so klein im Vergleich zu denen der Kriegsgeneration. Jedoch werden die Berichte keinesfalls nur von Elend und Not beherrscht, sondern erzählen Geschichten voller Mut und Hoffnung auf die Zukunft. So wurde aus den Trümmern wieder eine Stadt, in der wir uns heute wie selbstverständlich bewegen.
Das meiste Bildmaterial, das aus dieser Zeit berichtet findet man in Schwarz-Weiß vor. Das Fehlen der Farbe, diese fremd erscheinenden, zerstörten Straßenzüge schaffen eine große Distanz zu dem gezeigten Bildinhalt, obwohl es sich doch um Motive handelt, die uns täglich direkt vor der Haustüre begegnen. Die persönlichen Erfahrungsberichte der Alten können den Bilder jedoch allenfalls einen kleinen Funken Leben einhauchen. Die Distanz zum Gezeigten bleibt groß und lässt die schauerlichen Szenerien ihren Platz irgendwo in der Vergangenheit finden.
Wie kann ein direkter und erlebbarer Zusammenhang geschaffen werden, um diese Thematik wieder in unser Bewusstsein zu zurückzurufen? Sicher, wir haben das Alles schon einmal irgendwann gesehen, doch verknüpfen die Wenigsten solche Bilder direkt mit unserer Zeit und unserer Heimat. Irgendwo auf dem Globus ist immer Krieg, gibt es immer Leid und werden immer Häuser zerbombt. Dort sieht es dann genauso aus wie bei uns 1945.